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16. Weekend of Fear 2012

Auch dieses Jahr war ich wieder auf dem Weekend of Fear und haben mir zwei Nächte lang Filme aus den  Bereichen Horror, Fantasy, SciFi, Thriller und anderen eher düsteren und Obskuren Genres angesehen.

Der Eröffnungsfilm "Zombies from Outer Space" wurde vom Saal gefeiert. Die Mischung aus Sci-Fi-Zombiefilm und 50er Jahre Heimatfilm kam wirklich gut an, trotz erzählerischer Schwächen haben sich die 3 Jahre Produktionszeit für die Macher sicher gelohnt.

"Legend form Hell", einer der neuen Filme von Splatterpapst Olaf Ittenbach, die auf dem Festival gezeigt wurden. War eher so naja. Dies lag vorallem an der recht komplizierten Story, die erzählerisch leider nicht gerade übersichtlich präsentiert wurde. So ganz erschliesst sich mir der Fan-Kult um Herrn Ittenbach eh nicht, aber vielleicht liegt es ja nicht an seinen Filmen sondern an seinem Werdegang und seinem Umgang mit den Fans und anderen Filmemachern, die aus Spaß an der Sache und eher als Hobby Filme drehen. Er hilft ja schon recht oft und aktiv bei anderen Produktionen aus.

Danach gabe es "Patient 17" ein sehr ruhiger Psychothriller, für mich einer der sehenswertesten Filme an diesem Abend.

Darauf folgte genau das Gegenteil: Der dänische Beitrag "Hora" als Deutschland-Premiere, fieses Revenge-Zeug, braucht leider etwas um in fahrt zu kommen. Dann geht er aber schon recht hart zur Sache. So ganz ist das ja nicht mein Ding, kann man sich aber ansehen.

Zum Abschluss ging es noch nach Japan, ebenfalls als Deutschland-Premiere: "Red Tears" unterhaltsame, typisch japanische Splatter-Action, kann man um die Zeit schon mal mitnehmen.

Nach, natürlich, zu wenig Schlaf fand ich mich dann für die Zweite Nacht im Kino ein.

Dieses mal gab es zum Einstieg die Welt-Premiere von "Savage Love" (ja, schon wieder Ittenbach). Allerdings war die Fassung noch nicht final, gut 10 Minuten müssen nachgedreht werden. Allerdings ist dieser Film wesentlich besser als "Legend from Hell" vom Vortag, was sicher auch am recht einfach gehaltenen "Plot" liegt, aber lieber gute gesplattert als schlecht erzählt.

Danach gab es für mich die Deutschland-Premiere von "Some Guy Who Kills People" ein wirklich sehr unterhaltsamer Slasher mit der richtigen Mischung aus Blut und Humor. 

Eigentlich hätte noch ein dritter Film von Ittenbach Premiere feiern sollen, doch wurde "Familienradgeber 3" nicht mehr fertig, so rutschte "Rage" nach. Eine wirklich gute Hommage an Spielbergs "Duell". Es gab zwar die eine oder andere Sache, die ich weggelassen hätte, aber im großen und ganzen war es ein wirklich spannender Film.

Danach gab es Japan-Kino im Doppelpack: "Yakuza Weapon" war ein absolut abgedrehter Actioneer im Stile von "Machine Girl". Danach gab es noch "Tomie: Unlimited" der hierzulande als "Zombie Girl" erscheinen wird. Dieser war mir aber viel zu wirr und blutleer.

Und damit hatte ich es dann auch geschafft und das Weekend of Fear 2012 war abgeschlossen. Bis auf ein paar nervige Technik-Fuckups: Die Digitalprojektion war das gesamte Festival über nicht richtig eingestellt und zu dunkel, so dass das Bild sehr schnell absoff und man nicht viel erkannte wenn es dunkler wurde sowie die blamable Leistung, dass mitten im Film Java auf die Idee kam nun ein Update einspielen zu wollen. Klappte es, dieses Jahr, erstaunlich gut, selbst die Zeitpläne wurden eingehalten.

Was wohl den kompletten Saal bei "Savage Love" so richtig derbe abnervte: Ittenbach hatte einen "Darsteller" aus "Savage Love" dabei. Der Typ war eher Statist mit Sprechrolle, war aber der Meinung er müsste sich hier durch herum gröhlen selbst feiern. Der Pfosten hielt erst nach 15 Minutem im Film seine Schnauze als ihn der Saal ein "HALT ENDLICH DEINE DUMME FRESSE, WICHSER!!!!" entgegen brüllte. Sowas braucht man echt nicht, verdammter Idiot.

Natürlich darf bei einem Filmfestival eines nicht Fehlen: Ein Preis. Dieser ist auf dem WoF ein Publikumspreis, welcher in den Kategorien Lang- und Kurzfilm vergeben wird. Die trophäe ist ein 2kg schwere Gummibär und hört auf den Namen "Glibb". Dieses Jahr gab es ein knappes Kopf an Kopf rennen.

Der Gewinner in der Kategorie Langfilm ist: "A day of Violence", ganz knapp dahinter auf dem zweiten Platz: "Zombies from Outer Space".

Die Kategorie Kurzfilm hat der wirklich super unterhaltsame Film "Banana Mother Fucker" für sich beanspruchen können, auch hier wieder dicht gefolgt von dem deutschen Beitrag "Der Glibb".

Aber ja, ich freue mich schon aufs Nächste Jahr.
Auf die gesehen Filme will ich noch, in gewohnter Form im Detail eingehen, man verzeihe mir meinen, derzeitigen Zeitmangel. Leider sind meine Fotos nicht wirklich was geworden, ich wollte mir etwas schlepperei ersparen und dachte mir, dass die Handykamere und etwas nachbearbieten schon reichen würden, tja, falsch gedacht, nächstes mal nehme ich die Große mit.
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bavarea51 am : bavarea51 via Twitter

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Kommentare

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Rotze am :

*Vielen Dank für Deinen Bericht, das warten hat sich gelohnt ;-) Das mit der vermurksten Technik ist ärgerlich, gehört auf so einem Independent-Festival aber wohl ab und an dazu. Wie ist denn so die Stimmung im Kino, werden die Filme ordentlich abgefeiert mit Szenenapplaus ect.?
Kommentar (1)

NerdFlyer am :

*Die Stimmung ist wirklich gut. Da gibts dann auch mal Szenenapplaus und ähnliches. Trotzdem ist das Publikum so zivilisiert nicht auf den Sack zu gehen. Also wirklich sehr angenehm.
Kommentar (1)

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