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Weekend of Fear 2011 - Tag 1

Es kann los gehen.
Es kann los gehen.
Schon zum 15. mal findet in Erlangen in den Sälen des Manhatten Kinos das "Weekend of Fear" statt. Dieses internationale Filmfestival widmet sich den Filmen aus der Ecke Horror, Thriller, Science Fiction und Obskures. Also all jenem was der eine oder andere als "kranker Scheiss" bezeichnen würde. Das Festival geht über zwei Nächte mit jeweils vier Screenings auf zwei der Drei Leinwände des Kinos. Da das Festival einen gewissen internationalen Ruf genießt sind zu vielen Aufführungen auch die Macher da und beantworten gerne Fragen nach den Filmen. Ebenso kommt man hier sehr oft in den Genuss von Premieren. Da Festivals rechtlich gesehen einen Sonderstatus besitzen dürfen hier auch Filme gezeigt werde, die noch keine offizielle Altersfreigabe erhalten haben, somit sind alle Versionen unzensiert. Ab und an bedeutet dies auch, dass es, vielleicht, die einzige Gelegenheit ist diesen Film völlig ungeschnitten sehen zu können. Beispielsweise stellte Peter Jackson 1992 seinen Film "Braindead" dem deutschen Publikum auf diesem Festival vor. Dies war auch die einzige, mir bekannte, Vorstellung in Deutschland in der der Film komplett ungekürzt lief.

Aber nun zum gestrigen Abend. Ich habe die ganze Nacht fleissig in mein kleines Notizbüchlein geschrieben und sozusagen offline live mit gebloggt.

19:55 Uhr 

Einlass zu "Auschwitz" von Uwe Boll. Habe etwas Magengrummeln weil ich nicht sicher bin, ob es gut ist dass sich Boll an diesen Stoff wagt. Habe eh ein etwas ambivalentes verhältnis zu ihm: Auf der einen Seite stehen da, die vielen auch bekannten und verhasseten Videospiel Verfilmungen, auf der anderen Seite aber auch der Wirklich gute Film "Siegburg" und die guten Eindrücke des 15 Minütigen Rohschnitt-Previews zu "Darfur" bei seinem letzten Besuch in Erlangen. Allerdings stehen die beiden Film von Boll an diesem Abend eh unter keinem guten Stern. Zum einen gibt es schon an der Kasse den Hinweis, dass sowohl "Auschwitz" als auch "Bloodrayne - The third Reich" wegen Problemen mit dem Mastering in einer unfertigen Presseversion gezeigt werden in der Einblendungen fehlen und Timecodes mitlaufen werden. Zum Anderen ist Uwe Boll kurzfristig erkrankt und kann nicht hier sein, gerade im Hinblick auf den ersten Film sehr schade, die Diskussion danach hätte mich interessiert. "Blood Rayne" juckt mich dafür so gar nicht.

Im Saal sehe ich viele bekannte Gesichter aber die Grüppchenbildung überwiegt, jeder bleibt eher unter sich. Mache mich bis zum Start des Films an meine Abendplanung.

Als Vorfilm gibt es "1000 Gramm" optisch und inhaltlich ungewöhnlich und anstrengend. Ein Teil der Crew aus Hamburg ist da, Diskussion nach dem Film ist interessant. Als nächstes Folgt dann auch schon "Auschwitz".

22:15 Uhr

Kurzes Fazit zu Auschwitz, zu den Langfilmen kommen noch gesonderte Artikel. Er ist eine gute Dokumentation, sehr krass, geht nahe, weder reisserisch noch zu provokant. Finde Boll hat das richtige Maß getroffen. Schade, dass er nicht da war um noch etwas zu diskutieren.

Als nächsten steht für mich der serbische Film "Leben und sterben einer Pronobande" auf dem Plan, davor gibt den Vorfilm "Brutal Relax".

00:30 Uhr

Wir liegen perfekt im Zeitplan, immerhin etwas gutes, dass Boll nicht da sein konnte. "Brutal Relax" war ein übelst böser Schlachtschüssel-Brüller, bin aus dem Lachen nicht mehr rausgekommen. "Leben und sterben einer Pronobande" war der krasser Kontrast dazu, atmosphärisch, extrem, schonungslos und sehenswert. Es geht fast nahtlos mit dem nächsten Block weiter.

02:50 Uhr

Mit "Tropezones" gleich den Nächsten Kurzfilm zum weglachen gesehen. Danach eine Hommage an das Slasher-Kino der 70er mit dem Film "The Super" gerade der Hauptdarsteller war das absolute Highlight.

Zwischenfazit: Alles ganz nett soweit, allerdings noch keine richtige Offenbarung dabei.

04:45 Uhr 

Gerade "La Isla" gesehen. Ambitioniertes Hobby-Projekt von ein paar Leuten aus Frankfurt am Main. Leider viele Ungereimtheiten in der Erzählstruktur, diverse Fehler im Sounddesign, die etwas die Atmosphäre killen. Man sieht aber dass definitiv potential vorhanden ist.

Weiter geht es mit dem Kurzfilm "Not quiet Tarantino" und einem Klassiker von 1972 "Thriller - They Call Her One Eye", der auch schon Tarantion selbst beeinflusst haben soll.

06:45 Uhr 

Der Kurzfilm war unterhaltsam, aber hätte noch etwas drauflegen müssen verglichen mit den anderen. Passend zum Hauptfilm gab es noch einen schrägen Faketrailer, dummerweise habe ich den Titel vergessen. Der Hauptfilm selbst war interessant, aber sehr langatmig erzählt, trotzdem sehenswert.

Schleiche nun in der aufgehend Sonne nach Hause und hole mir etwas Schlaf ab. 

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